Trans*awareness week + trans* day of remembrance 20.11.2022

 

 

 

 

 

In den vergangenen Tagen haben wir gemeinsam mit der Trans*solivernetzung Jena die trans*awareness week mit einem Programm begleitet. Neben diversen Veranstaltungen in Jena, fanden auch Vorträge zum Transsexuellengesetz und zur Transition bei Jugendlichen in Gera statt. Vielen Dank nochmal an das Jugendhaus Shalom, dass wir Eure Räume nutzen konnten.

Ebenso hingen wir in der Geraer Innenstadt Plakate auf, die konkrete Probleme und Vorurteile mit denen sich die trans* Community jeden Tag konfrontiert sieht, thematisierten.

Zum Abschluss der Woche haben wir am 20.11., dem trans* day of remembrance, eine Gedenkveranstaltung organisiert. Gemeinsam wurde den verstorbenen trans* Personen gedacht und auf die anhaltenden Missstände in Deutschland und der Welt aufmerksam gemacht. Ein großer Dank gilt Luis Schäfer und Ari Hunger, die mit ihren Redebeiträgen die Veranstaltung mit Leben füllten.

Im Anschluss an unsere Gedenkveranstaltung ging es weiter zu einer kämpferischen Demonstration in Jena, bei der wir mit starken Redebeiträgen und Musik durch die Straßen der Stadt zogen.

Die trans* awareness week ist für dieses Jahr beendet. Der Kampf, der mit ihr einhergeht, bleibt bestehen. Für uns gilt weiterhin- für heute, morgen, immer: Trans* rights are human rights!
#tdor2022 #transdayofremembrance #femkogera #feministischeskollektiv #transrightsarehumanrights

Unsere Kritik am CSD Gera 2022


Wir haben uns dieses Jahr gegen einen FemKo-Stand beim CSD-Gera entschieden. Dennoch waren wir vereinzelt als Privatpersonen vor Ort und haben die Veranstaltung verfolgt. Der Grund für unsere Absage und unsere Kritik an dem CSD möchten wir gerne mit euch teilen.

Vor Beginn des CSDs wurde einer der Ordner*innen in Verbindung mit den Montagsspaziergängen der Geraer Innenstadt gebracht. Es existiert Videomaterial, in dem er eindeutig an der Seite von Faschist*innen läuft und eine Thüringen-Flagge in der Hand. Im Folgenden habe er sich von seinem Handeln distanziert und sich bei Betroffenen entschuldigt. In Anbetracht der Tatsache, dass die Videoaufnahme lediglich drei Wochen vor dem CSD entstanden ist, wollten wir der Aufklärung dieser Umstände genügend Raum geben. Zu dem Entscheidungszeitpunkt war die Gesinnung des Ordners ungeklärt und wir stellten uns gegen eine Querfront mit Spaziergänger*innen!

Zu wenig Inhalt- zu viel Party

Wie so oft an dem Konzept des CSDs kritisiert, war auch in Gera primär das Feiern von Vielfalt im Vordergrund. Das ist grundsätzlich nicht schlecht, widerspricht allerdings dem kämpferischen Gedanken, aus dem die Pride gewachsen ist. In den Redebeiträgen, die wohlbemerkt nur von Mitorganisator*innen des CSDs selbst gehalten wurden, kamen Forderungen zu Wort, allerdings stets mit dem Verweis, dass jetzt die Party fortgesetzt wird. Stonewall was a riot! Wir wünschen uns in Zukunft mehr Inhalte und kritische Stimmen auf dem CSD.

Die Musikauswahl

Während des Umzugs legte ein DJ auf. Das musikalische Repertoire bestand dabei überwiegend aus Radiohits der 2010er. Diese sorgten überwiegend für gute Stimmung, waren allerdings auch nahezu ausnahmslos von hetero cis- Interpret*innen. Wir haben uns mehr Unterstützung von queeren Musiker*innen und ihren Hymnen gewünscht.

Die Aftershow

Im Anschluss an den CSD fand eine Aftershowparty im Club „Seven Gera“ statt. Die Veranstaltung wurde allerdings im Vorhinein von Seiten der Veranstaltungsstätte hauptsächlich als 2000er/2010er Party beworben. Dass es sich um eine Feier handelt, die vor allem queeren Menschen und Allys gewidmet ist, war lediglich klein vermerkt. Dementsprechend waren auch Menschen vor Ort, die queer feindliches Verhalten zeigten. Zusätzlich handelte es sich um eine P18-Party, was speziell junge queeren Menschen ausschloss. Es ist dem CSD nicht gelungen einen safe-space für queere Menschen zu schaffen, um die Pride ausklingen zu lassen.

Wie es weiter geht

Nachdem wir bereits per E-Mail mit dem CSD-Orgateam untere Kritikpunkte ausgetauscht haben, wird der nächste Schritt ein gemeinsames Gespräch sein. Wort wollen wir zusammen Lösungen finden, für einen inklusiveren CSD-GERA.

CSD – TAUCHA 17.09.2022

Wir waren gestern auf den Straßen von Taucha um Queer-liberation-Leipzig zu unterstützen. Vor einem Jahr sollte dort erstmaligst ein CSD stattfinden, doch während der Veranstaltung kam es zu Angriffen von Rechtsextremen und eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen Menschen. Die Demonstration wurde daraufhin abgebrochen und die Anwesenden unter Polizeischutz zum Bahnhof begleitet, um eine sichere Abreise zu gewährleisten.

Jetzt, ein Jahr später, brachten wir unsere Wut und Enttäuschung mit einer kämpferischen Demo zum Ausdruck. Dabei steht Taucha stellvertretend für die sächsische Provinz, in der Queerfeindlichkeit weiterhin zum Alltag gehört. Auch an diesem Tag waren mehrfach Faschos am Rand der Demo präsent und filmten in die Menge hinein. Die Kundgebungen konnten allerdings ungestört abgehalten werden.

Am 2.10 findet erneut der CSD-Taucha statt. Lasst uns gemeinsam in Taucha Sichtbarkeit schaffen und den Platz einnehmen, der uns zusteht.

Friedensfest- GERA 03.09.2022

Wir waren am Samstag auf dem Friedensfest der Linken Gera . Es wurden Redebeiträge gehalten, leckeres Essen verkauft und zum krönenden Abschluss gaben Donata und Mamore ein Konzert. Danke, dass wir dabei sein durften!

Trotzdem möchten wir euch auch von unseren Erfahrungen mit den Besucher*innen berichten. Wir kamen am Samstag mehrfach mit Menschen ins Gespräch, die uns von ihrem „unbeschwerten Leben“ aus der DDR erzählten. Sie berichteten, wie sie alles werden konnten und sich nicht auf Grund ihres Geschlechtes eingeschränkt fühlten. Feminismus habe es damals nicht gebraucht. Für viele war es schwer nachzuvollziehen wieso die junge Generation sich für etwas „so selbstverständliches“ einsetzt. Während einige Personen sich offen für den Dialog zeigten, sprachen uns andere, auf Grund unseres Alters, die Kompetenz zu diesem Thema ab.

Das zeigt uns, was für ein langer Weg und Kampf noch vor uns liegt. Uns ist wieder einmal deutlich geworden, wie wichtig unsere Arbeit ist und, dass wir nicht aufhören dürfen das Gespräch zu suchen.

Wear it purple day 26.08.2022

Am 26.08.2022 hat in Gera unsere Wear It Purple Demonstration stattgefunden. Begonnen hat diese mit einer Auftaktkundgebung vor dem Kultur- und Kongresszentrum. Hier konnten die Besucher*innen an verschiedensten Ständen Informationen zu den Organisationen erlangen, oder Artikel gegen Spenden erwerben. Mit ca. 70 Teilnehmer*innen zog später der Aufzug durch die Straßen, um ihre Solidarität mit den queeren Kids zu zeigen und mit dem Hintergedanken, einen sicheren Hafen für eben diese zu schaffen. Am Rande der Demonstration kam es zu einzelnen Pöbeleien. So wurde uns „scheiß Schwuchteln“ zugerufen, ein Hitlergruß gezeigt und 2 Böller aus dem Köstritzer-Hochhaus in Richtung der Demo geworfen. Die Demo wurde begleitet von einem Lautsprecherwagen der JG-Stadtmitte , über welchen die starken Redebeiträge, sowie Musik abgespielt wurde. Unterstützung bekamen wir außerdem vom radikalen Flinta*kollektiv , dem Grünen Antifashop , Pro Familia Thüringen , Grüne Jugend GeraRote Jugend Thüringen , vom CJD-Gera , dem DGB-Frauen, der Seebrücke Erfurt , dem Queerweg , Nora Kellner und der AktionAntifaGera . Nach der Demo zogen einige Menschen direkt weiter in das Jugendhaus Shalom , um dort den Film „Hamburger Gitter“ zu schauen und den Tag zusammen mit den Bands Morra , Frachter und Goldzilla ausklingen zu lassen. So wurde ein klares Zeichen gegen Macker und Sexist*innen gesetzt und alles beim Tanzen richtig rausgelassen. Wir bedanken uns bei allen angereisten und dazugestoßenen für den großartigen Tag und freuen uns auf die nächsten Aktionen, eure Unterstützung und euer Feedback.

Wear it purple and rise up for the queer kids!

📸felix_report

#wearitpurple #gera #femkogera #aag #seebrücke #feminismus #queer #pride #queerfeminism #fghtmckr #shalom #fghtsexism #fghthomophobia #fghtterfs

 

Presse Mitteilung des FemKo Gera zum „Wear it Purple Day“

Das Feministische Kollektiv Gera (FemKo Gera) lädt am kommenden Freitag, dem 26.08.2022, ab 14:00 Uhr zu einer Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug durch die Innenstadt ein. Anlass ist der Wear It Purple Day, der, ursprünglich in Australien gestartet, auf die Diskriminierung von queeren¹ Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen will.

Wir sehen bei dieser Thematik in Gera einen großen Aufholbedarf, denn queere Kinder und Jugendliche haben hier kaum Zugang zu Beratungsangeboten, zu Bildung und es gibtkaum Safespaces². Daher rufen wir dazu auf am 26.08.2022 mit uns ab 14:00 Uhr vor dem Kultur- und Kongresszentrum (KuK) die öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken!

¹ Queer sind Personen, die nicht heterosexuell und/oder cisgeschlechtlich sind

² Safe Space ist ein Rückzugsort für marginalisierte/ausgegrenzte Menschen

CSD – Jena 30.07.2022

Beim gestrigen CSD in Jena kam es leider zu einem Vorfall, den wir als Femko nicht so stehen lassen können und uns klar positionieren wollen. Als Mitorganisierende warn unter anderem die FDP und die PARTEl gelistet.
Warum das ein Problem für uns darstellt, wollen wir im folgenden erläutern.
Die FDP Jena machte in der Vergangenheit auf sich aufmerksam durch homophobe und rassistische Äußerungen des Fraktionsgeschärtsführer Stefan Bever. Die PARTEI hingegen ist schon lange bekannt für ihren gelebten Täterschutz und ihren sexistischen und rassistischen Vorstand.
Eine konkrete Auflistung der Vorfälle findet ihr hier:
httos://transsolidarische-vernetzung.de/

 

Wir sind fassungslos, dass beide Parteien die Demonstration mitorganisieren und als Wahlveranstaltung nutzen konnten. Dieses Thema war während des CSDs omnipräsent, was der @Jgstadtmitte zu verdanken ist.
Auch die trans*solidarische Vernetzung wollte die Problematik in einem Redebeitrag thematisieren. Diese wurde allerdings von dem Orga-Team des CSDs unterbunden, indem sie die Polizei mit eingebunden haben. Als Reaktion darauf verließ der Lautsprecherwagen den die JG gestellt hatte die Veranstaltung. Den Teilnehmenden wurde zu keinem Zeitpunkt kommuniziert, weshalb dies geschah, die Vorwürfe wurden einfach tot geschwiegen. Die Polizei hat auf einem CSD nichts zu suchen, denn: Stonewall was a riot.
Der Kampt gilt weiterhin der Polizeigewalt. Auch nur mit der Polizei zu drohen ist eine Zumutung für queere Personen und ein Verrat an den Kämpter*innen der Vergangenheit.

Wir solidarisieren uns klar mit der JG Jena und der trans*solidarischen Vernetzung. Eine Pride muss kämpterisch und kritikfähig sein!
Wir erwarten eine Aufarbeitung und kritische
Auseinandersetzung zu den Geschehnisse seitens des CSD Jena.


Trotz unserer Kritik am CSD-JENA möchten wir ein paar Eindrücke mit euch teilen.

 

 

Eine Stadt für alle ? – EISENBERG 18.06.2022

Am 18.6. hatten wir erstmals die Möglichkeit, unseren offiziellen Femko-Stand mit neuem Equipment aufzubauen! Wir haben die AIS in Eisenberg besucht, wo wir uns gegen die Namensgebung eines Stadtfestes gestellt haben und ein klares Zeichen gegen Rassismus gesetzt haben. Mit dabei waren Organisationen und Bands wie : JG-Stadtmitte , NSU-Komplex-aufloesen-Jena , kokontlt , EZRA , Mobit , Cultures-Interactive, Goldzilla,  Wankbird_ultras , Sonne Ra und noch weitere Redner*innen. Wir bedanken uns dafür, dass wir da seien durften, auch wenn es eine Veranstaltung wie diese gar nicht benötigen dürfte. Auch nächstes Jahr stehen wir wieder an eurer Seite, wenn es darum geht, den rassistischen Konsens der Stadt aufzuarbeiten!

Feministischer Kampftag 08.03.2022


Femko Gera sagt DANKE

Am gestrigen Tag, dem 8.3.2022 haben wir, das Feministische Kollektiv Gera, unseren Ersten feministischen Kampftag gefeiert, der zeitgleich unsere erste öffentliche Aktion im Zeichen unserer Anliegen war. Das wäre so ohne die großartige Unterstützung nicht möglich gewesen. Aus diesem Grunde möchten wir die hier zu lesenden Zeilen nutzen, um sehr herzlich Danke zu sagen.
Wir sagen DANKE für Geld- und Sachspenden, die es uns ermöglicht haben Shirts produzieren zu lassen, Sticker mit eigenem Design zu bestellen, Beutel mit unserem Motto zu bedrucken, Buttons zu produzieren, Banner zu bemalem, die Stände vor Ort zu bespielen, für das Rahmenprogramm zu sorgen und damit auf uns und unser Anliegen aufmerksam zu machen, zu zeigen, wie wichtig es ist, sich gesamtgesellschaftlich im Sinne feministischer Positionen zu engagieren und Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten. Die vor Ort gehaltenen Redebeiträge waren ein äußerst wertvoller Input. Wir danken auch für Unterstützung unserer Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Wir stehen nun inspiriert und motiviert bereit, unser aller feministische Zukunft zu gestalten.

Wir danken:
Die Linke Gera + Die Rote Jugend
Grüne Gera Laura Wahl
SPD Gera

Julis Ost
Jugendhaus Sahlom
Thomas Prochnow (freischaffender Künstler, Kursleiter Kunstschule Gera e.V.)
FAU-Plauen

und allen Redner:innen, Aktivist:innen und Unterstützer:innen.